Παρασκευή, 14 Μαρτίου 2014

Μπέρτολτ Μπρεχτ: Οι Μοσχοβίτες Εργάτες αποκτούν το Μεγάλο Μετρό, στις 27 Απριλίου 1935

Στα χρόνια της εξορίας, ο Μπέρτολτ Μπρεχτ βρέθηκε στα εγκαίνια του Μετρό της Μόσχας. Εκεί, εμπνεύστηκε ένα ποίημα, αφού για πρώτη φόρα στην Ιστορία οι εργάτες ενός γιγάντιου έργου και οι νόμιμοι ιδιοκτήτες του, ήταν οι ίδιοι και οι αυτοί. Το βρήκα σε αγγλική μετάφραση (πιο κάτω έχω την πρωτότυπη γερμανική έκδοση):


Construction workers, the first passengers of the Moscow metro, 1935. Photo by Ivan Shagin.

Bertolt Brecht

The Moscow Workers take possession of the Great Metro on April 27, 1935

We were told: 80,000 workers
Built the Metro, many after a day's work elsewhere
Sometimes all through the night. This past year
Young men and girls were always seen
Laughing as they climbed out of the tunnels, proudly flaunting
Their work clothes, mud-caked and drenched with sweat.
All obstacles -
Underground streams, pressure from multi-storey buildings
Massive cave-ins - were overcome. For the ornamentation
No pains were spared. The best marble
Was transported from afar, the finest woods
Worked with scrupulous care. The splendid trains
Ran almost soundlessly at last
Through tunnels light as day: for exacting clients
The best of everything.
Now that the railway was built in accordance with the most perfect plans
And the owners came to view it and
To ride on it, they were the selfsame people
Who had built it.
Thousands of them were there, walking about
Examining the giant halls, while in the trains
Great multitudes went riding past, their faces -
Men, women and children, greybeards as well -
Turned to the stations, beaming as if at the theatre, for the stations
Were all built differently, of different stone
In different styles; the light also
Came each time from a different source. Anyone getting aboard
Was shoved to the back in the cheerful crush
Since the seats up front were
Best for viewing the stations. At every station
The children were lifted up. As often as possible
The travellers rushed out and inspected
With eager, exacting eyes the finished job. They felt the pillars
And appraised their gloss. They scraped the soles of their shoes
Over the stone floor, to see if the slabs
Were smoothly fitted. Crowding back into the cars
They tested the wall surfaces and fingered
The glass. Men and women were continually
Pointing out - uncertain in they were the right ones -
Places where they had worked: the stone
Bore the imprint of their hands. Each face
Was distinctly visible, for there was much light
Many bulbs, more than in any railway I have seen.
The tunnels also were lighted, not one metre of labour
Went unlit. And all this
Had been built in a single year and by so many workmen
Unique among the railways of the world. An no
Other railway in the world had ever had so many owners.
For this wonder of construction was witnessing
What none of its predecessors in the cities of many centuries
Had witnessed: the builders in the role of proprietors.
Where would it ever have happened that the fruits of labour
Fell to those who had laboured? Where in all time
Were the people who had put up a building
Not always turned out of it?
When we saw them riding in their trains
The work of their own hands, we knew:
This is the grand picture that once upon a time
Rocked the classic writers who foresaw it.

Bertolt Brecht
Inbesitznahme der großen Metro durch die Moskauer Arbeiterschaft am 27.April 1935

Wir hörten: 80.000 Arbeiter haben die Metro gebaut, viele noch nach der täglichen Arbeit. Oft die Nächte durch. Während dieses Jahres hatte man immer junge Männer und Mädchen lachend aus dem Stollen klettern sehen.

Ihre Arbeitsanzüge, die lehmigen, schweißdurchnässten, stolz vorweisend. Alle Schwierigkeiten - unterirdische Flüsse, Druck durch die oberirdischen Hochhäuser, nachgebende Erdmassen - wurden besiegt. Bei der Ausschmückung wurde keine Mühe gescheut: Der beste Mamor wurde aus weiter Entfernung hergeschafft, die schönsten Hölzer sorgfältig bearbeitet. Beinahe lautlos liefen schließlich die schönen Wagen durch taghelle Stollen: für strenge Besteller das Allerbeste.

Als nun die Bahn gebaut war nach den vollkommensten Entwürfen und die Besitzer kamen, sie zu besichtigen und mit ihr zu fahren, da waren es diejenigen, die sie gebaut hatten.

Es waren da Tausende, die herumgingen, die riesigen Hallen besichtigend, und in den Zügen
fuhren große Massen vorbei, die Gesichter -Männer, Frauen und Kinder, auch Greise - den Stationen zugewandt, strahlend wie im Theater, denn die Stationen waren verschieden gebaut, aus verschiedenen Steinen, in verschiedener Bauart, auch das Licht kam aus immer anderer Quelle.

Wer in den Wagen einstieg wurde im fröhlichen Gedränge nach hinten geschoben, da die Vorderplätze zur Besichtigung der Stationen die besten waren. An jeder Station wurden die Kinder hochgehoben. Möglichst oft stürmten die Fahrenden hinaus und betrachteten mit fröhlicher Strenge das Geschaffene. Sie befühlten die Pfeiler und begutachteten die Glätte. Mit den Schuhen fuhren sie über die Steinböden, ob die Steine auch gut eingefügt seien. zurückströmend in die Wagen prüften sie die Bespannung der Wände und griffen an das Glas.

Immerfort wiesen Frauen und Männer - unsicher, ob es die richtigen waren - auf Stellen, wo sie gearbeitet hatten: das Gestein trug die Spuren ihrer Hände.

Jedes Gesicht war gut sichtbar, denn es gab viel Licht. Viele Lampen, mehr als in irgendeiner Bahn, die ich gesehen habe. Auch die Stollen waren beleuchtet, kein Meter Arbeit war unbeleuchtet. Und all dies war in einem einzigen Jahr gebaut worden und von so vielen Bauarbeitern, wie keine andere Bahn der Welt.

Und keine andere Bahn der Welt hatte je so viele Besitzer. Denn es sah der wunderbare Bau, was keiner seiner Vorgänger in vielen Städten vieler Zeiten jemals gesehen hatte: Die Bauherren waren die Bauarbeiter!

Wo wäre dies je vorgekommen, dass die Frucht der Arbeit denen zufiel, die da gearbeitet hatten? Wo jemals wurden die nicht vertrieben aus dem Bau, die ihn errichtet hatten?

Als wir sie fahren sahen in ihren Wagen, den Werken ihrer Hände, wussten wir: Dies ist das große Bild, das die Klassiker erstmals erschüttert voraussahen.

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